Der Verein für d'Röhrehütte

Der für den Umbau zuständige Stiftungsrat regte in den 1980er-Jahren die Gründung eines Vereins an, der für den Betrieb des Gebäudes zuständig sein sollte. Dieser Verein wurde 1986 von 26 Bäriswilerinnen und Bäriswilern gegründet.

Ein damaliges Vorstandsmitglied erinnert sich: "Der Vorstand entwickelte von Beginn weg eine enorme Dynamik. So wurden in kürzester Zeit die Vereinsstatuten entworfen, genehmigt und gedruckt, eine Informationsbroschüre gestaltet, ein Bankkonto eröffnet, Briefpapier und Couverts mit dem Röhrehüttelogo sowie Einzahlungsscheine beschafft, ein erster Nutzungsvertrag entworfen und ein Adressenverwaltungsprogramm initiiert."

Sowohl der Stiftungsrat wie auch der Verein waren von Beginn weg bemüht, Finanzen für die Restaurierung zu beschaffen. Währenddem die Stiftung bei nationalen und kantonalen Stellen und Behörden um Subventionen nachfragte und dabei auch dank guten Beziehungen einiger Stiftungsräte erfolgreich war, organisierte der Verein Aktivitäten, welche die Kasse füllen sollte. So fand am 10. November 1988 der erste Bäriswiler Adventsmärit – damals noch beim Feuerwehrmagazin - statt. Der Reinerlös konnte sich sehen lassen: Fr. 3360.-.

Der Verein übernimmt die wiedererstellte Röhrehütte

Im Verlauf des Jahres 1992 wurde das Inventar zum Betreiben des Hauses bestimmt, ausgelesen und gekauft. Es musste die gesamte Kücheneinrichtung inkl. Geschirr und Besteck, dann aber auch Tische und Stühle angeschafft werden. Am 19. Oktober 1992 wurde in einer kleinen Feier die restaurierte Röhrehütte durch den Stiftungsrat dem Verein zum Betrieb übergeben. Im Frühjahr darauf konnte am 03. Mai die 7. Mitgliederversammlung erstmals im Saal durchgeführt werden, da, wo ursprünglich die Röhren zum Trocknen hingestellt worden waren.

Die folgenden Vereinsjahre waren von folgenden Aktivitäten geprägt:

  • Geldbeschaffung durch Flohmärit, Verkaufen von Backwaren
  • Beteiligung an Dorffesten
  • Adventsmärit, später Herbsmärit
  • Jazz-Brunch
  • Fronarbeiten bei der Restaurierung der Röhrehütte: Wände zu malen, den Aussenverputz  streichen und vieles mehr

Ausstellungen und Kurse in der Röhrehütte

Der Ursprungsidee, in der Röhrehütte Ausstellungen zu präsentieren, wurde über all die Jahre immer wieder mal Rechnung getragen. So stellte eine einheimische Rakku Kunsthandwerkerin ihre Werke vor, outete sich eine ehemalige Bewohnerin als Malerin und Verfasserin eigenständiger Gedichte und im November 2003 wurde anhand einer kulturhistorischen Ausstellung zur Röhrehütte, die Fayence- und Röhreherstellung in Bild, Ton und virtuell über Computer dargestellt.

Aber auch als Kurslokal wird der Saal der Röhrehütte gerne gebraucht. So erteilt die Yogalehrerin und ehemalige Vorstandsfrau, Marianne Rymann seit einigen Jahren regelmässig an zwei Wochentagen Yogaunterricht. Die vorwiegend weiblichen Teilnehmerinnen schätzen die Stille und das Ambiente des Raums.

Zweiter Umbau

Am 17.Oktober 2009 konnte anlässlich des Herbstmärits die umgebaute Werkstatt eingeweiht werden. Mitarbeiter des Archäologischen Dienstes hatten sogar die ehemalige Transmission restauriert und an den alten Platz gehängt. Selbst der riesige Elektromotor wurde „revitalisiert“ und kann zu Demonstrationszwecken in Betrieb genommen werden.

Begegnungen ermöglichen

In einer Zeit von zunehmendem Individualismus der Gesellschaft sind Begegnungen in einer Dorfgemeinschaft wichtig. Es bleibt das Bestreben des Vereins für d'Röhrehütte auch zukünftig die Bedingungen für Gemeinsames zu schaffen. Nutzen müssen sie die Bäriswilerinnen und Bäriswiler jedoch selber.

Mitglied werden

Mitglieder des Vereins für d'Röhrehütte profitieren von Vorzugspreisen bei der Miete und können über die Zukunft des Gebäudes mitentscheiden.

Der jährliche Mitgliederbeitrag ist bescheiden:

  • 30 Franken für Einzelmitglieder
  • 50 Franken für die ganze Familie

Vorstand 2013

  • Andreas Schaer, Präsident
  • Hanspeter Huggler, Kassier, Vermietung
  • Sonja Michel-Baumgartner, Vermietung
  • Reto Schild, Sekretär

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